HOME |  KONTAKT |  SUCHE |  IMPRESSUM |  

    

Ein ganz besonderes Fisch-Rezept

(Zur Hochzeit eines Paares namens „Zander“)

Eine Frage an alle Frauen, die gern einen guten Fang genießen: Ist es leichter, einen Fisch oder einen Mann zu angeln? 

Ganz egal, dachte sich Sabine Riechert und schlug gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie fing sich einen Mann mit dem Namen eines „besonderen“ Fisches…

… Zander. 

Zwei Fliegen gleichzeitig zu treffen, ist für Frauen gar nicht so ungewöhnlich, denn sie haben Männern bei der Jagd aufs andere Geschlecht schon seit jeher einiges voraus. Kreativ und selbstbewusst, gehen ihnen Männer schneller ins Netz als die „Blubb“ sagen können. Einzigartig wird Sabines Fang, wenn wir uns anschauen, was Gäste des Paares zur „Zander-Hochzeit“ kreiert haben. 

Die Aufgabe für alle Hochzeitsgäste lautete: Bringt dem Brautpaar ein persönliches Rezept mit! Daraus soll ein Kochbuch entstehen.

Was lag da beim Namen Zander näher, als ein Rezept mit Fisch zu wählen? So entstand eine Kreation mit einer persönlichen Note. Passend zum Rezept, gab es eine tiefgründige und doppeldeutige Zander-Beschreibung. Dabei traten Merkmale des Bräutigams zutage, die die Braut zuvor noch nicht einmal erahnt hatte.

Hier also das Rezept. Und im Anhang eine interessante „Zander-Beschreibung“ inklusive  „Fangmethoden“ (Originaltext – bereitgestellt vom Brautpaar und den Verfassern):

„Fischsuppe für Verliebte“ oder 

Der beste Fang für den besten Fang“

Mit anregenden Gewürzen für mehr Lust auf den Nachtisch
Raffiniert zubereitet und verführt (oh, ehm… „serviert“)

Zutaten für Sabine und Jens Zander:

200 g (für Sabine auch etwas mehr) Filet vom  „Zander“ (nur im Notfall darf Sabine auch an Rotbarsch, Seelachs oder Goldbarsch knabbern)

½ Fenchelknolle

1 Knoblauchzehe (geküsst wird trotzdem)

1 EL Pflanzenöl

400 ml Fischfond 

20 g Glasnudeln

einige Basilikumblätter

1 Stängel Zitronengras (nicht rauchen, nur essen)

2 Zitronenblätter 

Chilipulver (aufregend würzig für eine betörende Schärfe – Jens, zieh dich warm an!)

Saft von ½ Limette

Salz

Zubereitungszeit: 30 Min. (der „Nachtisch“ dauert länger – ganz nach eurem Geschmack)

1

Den Fenchel putzen und waschen, die Knoblauchzehe schälen. Beides in kleine Würfel schneiden und im Öl kurz andünsten. Mit dem Fischfond und 100 ml Wasser aufgießen und etwa 10-15 Min. kochen, bis der Fenchel fast gar ist.

2

Währenddessen die Glasnudeln etwa 5 Min. in lauwarmem Wasser einweichen, dann abgießen und

mit einer Schere in mundgerechte Stücke schneiden. Das Fischfilet waschen, trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden. Die Basilikumblätter waschen und abtropfen lassen.

3

Das Zitronengras putzen, in etwa 2 cm lange Stücke schneiden, Zitronenblätter waschen. Beides in die Suppe geben. Mit Chilipulver je nach gewünschter Schärfe würzen, den Limettensaft dazugeben und die Suppe salzen (Vorsicht, in verliebtem Zustand umsichtig dosieren!).

4

Das gute Stück „Zander“ mit den Glasnudeln in die Brühe geben und nur kurz mitkochen, bis er gerade gar ist (bzw. so richtig „heiß“ – dieses Mal sollte sich Sabine warm anziehen). Zitronengras und Zitronenblätter herausnehmen, die Suppe noch einmal abschmecken (Küsschen hier und da), Basilikumblätter zugeben und verführen (oh, hoppla, schon wieder dieser Faux-pas) „servieren“.

Ganz schön sündig – Liebe geht eben durch den Magen.

Mit einem Glas Sekt wird euch bereits die Vorbereitung in Stimmung bringen. Dann benötigt ihr nicht Mal mehr aphrodisische Zutaten für eine perfekte Verführung (hier passt das Wort jetzt).

Diese „Zander-Köstlichkeit“ verwöhnt den Gaumen und noch viel mehr... 

Genießt euren besten Fang und lasst ihn nicht mehr von der Angel!

Der Zander

inspiriert durch Wikipedia (die freie Enzyklopädie)

Beschreibung:

Der Zander ist einfach unwiderstehlich, sozusagen himmlisch lecker.

Eigentlich hat er einen langgestreckten, spindelförmigen Körper, doch besonders seltene und wertvolle Exemplare sind knackig muskulös. Diesem Koi unter den Zandern stellt man deshalb noch die Zusatzbezeichnung „Jens“ vorne an.

Der Körper trägt kleine Schuppen (nun gut, kleine Fehler haben wir doch alle). Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert und auf den Kopfseiten braun marmoriert (das Ganze hoffentlich nur zu Karneval und wieder abwaschbar).

Der Zander lebt als Raubfisch in (an) langsam fließenden Flüssen und Seen. Er begibt sich gern in tiefes Gewässer (also kam nur Sabine in Frage) und wächst sehr schnell (über sich hinaus).

Die mittlere Länge beträgt 40 – 50 cm (bemerkenswert). In seltenen Fällen wird er bis zu 1,50 m lang und erreicht dabei ein Gewicht von bis zu 19 kg (wie gesagt: die Sorte „Jens“ ist einmalig und sprengt all diese Werte). 

Durch seine Vorliebe für kleine Fische (die meist ja besonders frech sind) kann er Kleinfischarten

gefährlich werden (schon bewiesen – die Kleinfischart „Sabine“ hatte keine Chance zu entwischen).

Fangmethoden:

Der „Zander“ gilt als scheuer, vorsichtiger Fisch, der nicht leicht zu überlisten ist. Besonders große Exemplare werden extrem selten gefangen (liebe Sabine … Respekt!). 

Als Köder kommen vor allem kleine Rotaugen (die ordentlich mit den Wimpern klimpern), Rotfedern und Barsche (Sabine kann durchaus auch Mal barsch werden) in Frage. Als Kunstköder eignen sich Blinker, Wobbler und Twister (immer schön Rabatz machen und auffallen). 

Besonders erfolgversprechend sind Stellen, an denen sich viele kleine Fische aufhalten (die aber alle gegen „Sabine“ kein Land sehen – oder besser gesagt: absaufen). 

Fangzeiten sind an frostfreien Tagen vor allem die Abend- und Nachtstunden (Klar: schön kuschelig machen und die drohende Dunkelheit als Vorwand nehmen, Schutz in starken Armen zu suchen…

… schon hängst du am Haken – zappeln zwecklos!).

Besonders bei Hochwasser finden sich die „Zander“ an den ruhigen Stellen im (am) Fluss ein, wo sich dann gezieltes Angeln auf sie lohnt (schäm dich Sabine – während andere ihre durch Hochwasser vollgelaufenen Keller leer pumpen, deine Konkurrenz also beschäftigt ist, gehst du auf die Jagd und fängst dir die besten Exemplare).

Unter uns: Hast du gut gemacht! Lass ihn dir munden!

Wir wünschen euch für alle Zeit ganz viel Appetit auf- und aneinander. Sorgt immer für die richtige Würze in eurer Zweisamkeit, dann stört es euch auch nicht, wenn Mal ein Menü anbrennt. Wir freuen uns für und mit euch!